Das Lotterleben hat ein Ende!!

In einer Woche bist Du ein Junghund, meinte meine Chefin am letzten Samstag und dann fängt der Ernst des Lebens an!!!

Was kommt da auf mich zu?!?

Nicht wirklich jetzt, es ist doch gerade so schön, spielen, fressen, schlafen, wie ich Euch schon berichtet habe ☺️…

Na ja, aber man darf solche Äusserungen bei meiner Chefin nicht ganz so ernst nehmen, dafür liebt sie mich viel zu heiss. Nichtsdestotrotz war für Sonntag ein Welpen- und Junghunde/ Seniorenhunde Trailtag von SAM-Dogs gebucht. War ja schon supi, nur die Autofahrt nach Sils i.D. fand ich nicht so prickelnd.

Meine Chefin hat schon mit meiner Vorgängerin seit Jahren bei SAM-Dogs trainiert und und war mega gespannt, wie ich mich anstellen würde. Eigentlich war ich noch ein bisschen jung dafür, aber wenn die Vorbereitung so sorgfältig, wie von SAM-Dogs, vorgenommen wird, ist das kein Problem. Peter und Marlene sind super nett, beide fanden mich natürlich «so härzig», schon klar oder etwa nicht?

Ich war die Jüngste von der Truppe, klaro mit meinen 15 Wochen, aber was hat Peter am Schluss des Trainings gesagt: ich sei ein Rohdiamant 🤭, wauw ich bin gerade ein paar Zentimeter gewachsen. Um den für mich gewählten Ablauf des Trails sauber zu beschreiben, möchte ich jetzt das Wort kurz an meine Chefin übergeben, mit Betonung auf «kurz» 😉.

Ja, ja liebe Xändi das mach ich doch gerne. Peter hatte für Xändi eine 3er-Sequenz vorgesehen, d.h. der Hund startet 3x mit dem gleichen Vorgehen wie bei einem normalen Trail. Allerdings sind die einzelnen Sequenzen nur zwischen 30-50 Metern lang.

Marlene machte den Geruch in der Tüte und die Belohnungstube für Xändi interessant, auch die verbale Motivation erfolgte. Nachdem sie sich für eine kurze Distanz entfernt hatte, erfolgt der Start. Xändi war nun schon voll motiviert, vermutlich nicht unbedingt wegen Marlene selbst, aber sie war ja im Besitz der Tube mit der Leberwurst und die kennt und liebt sie heiss.

Schön war, dass Xändi ihre Nase ganz intensiv in die Tüte mit dem Geruch steckte. Es ist klar, dass sie die Verknüpfung des Geruches mit der zu suchenden Person noch nicht herstellen kann, aber im Laufe des weiteren Aufbaus wird dies erfolgen.

Der Fotograf konnte natürlich nicht wissen, dass wir so schnell unterwegs waren 😉, deshalb die Unschärfe beim 1. Bild. Spass bei Seite, dieses Bild soll einfach zeigen, mit welcher Freude Xändi unterwegs war. Am Ziel angekommen wird natürlich die Tube zum schlecken gereicht, viel gelobt und geknuddelt. Dieses Vorgehen wird 3 Mal pro Trail durchgeführt. Es wurde am Morgen und am Nachmittag je ein solcher Trail gemacht.

Wichtig ist Peter Keller immer die Besprechung des vorangegangenen Trails. Was ist passiert, warum, warum nicht, was kann resp. soll angepasst werden, dies ist nur ein kleiner Auszug. Das ist einfach extrem wichtig für die Weiterentwicklung und die entsprechend angepasste Förderung des Hundes. Bei falschem Vorgehen kann viel verpfuscht werden.

Eine Sequenz

Das Allerwichtigste bei so einem jungen Hund ist, dass man sich viel Zeit für den Aufbau nimmt und ihn nicht überfordert. Auch wenn es noch so verführerisch ist, immer weiter voranzugehen, wenn alles rund läuft. Da sollten wir unseren Ehrgeiz unbedingt zügeln. Der Hund wird es uns mit umso besserer Arbeit danken. So das wäre es im Moment von meiner Seite, ich übergebe jetzt wieder an Xändi.

Ich sei ein kleiner Schleimer, meint meine Chefin 😍

Kurz soll das gewesen sein!! Ich hoffe, Ihr seid inzwischen nicht allzu gelangweilt über die Ausführungen, aber glaubt mir, es hätte schlimmer kommen können.

Ich habe auf jeden Fall viel Spass an dieser Arbeit und lasse dies meine Chefin mit der entsprechend gezeigten Freude auch wissen. Ich glaube, dass sie dies auch gemerkt hat, ich wurde nämlich bei jeder Gelegenheit geknuddelt. Das war ja o.k., aber irgendwann war ich einfach ziemlich müde und habe mich in der Hundebox zu einem tiefen Nickerchen niedergelassen 😴. Auch ein «Rohdiamant» braucht seine Ruhephasen!

Fast hätte ich es vergessen! Beim zweiten Trail gab es als Geruchsgegenstand einen kleinen Bären und den durften alle Teilnehmer behalten. Das hat mich ein bisschen über die doofe Heimfahrt getröstet. Kaum zu Hause angekommen habe ich mich, zwar müde, noch mit ihm amüsiert. Ja Leute, das war heute einer meiner längsten Berichte, aber es war ja auch ein spannender Tag. Ich hoffe trotzdem, dass es Euch gefallen hat. Beim nächsten Mal werde ich mich wieder zurückhalten 😂.

Der kleine Teddy!

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