Trailseminar in Buchs SG/Vaduz

Ich freute mich riesig auf dieses Seminar. Die Frauen aus dem Ländchen waren letztes Jahr eine richtig coole, entspannte Truppe und ich war mir sicher, dass sie wieder dabei waren und so war es auch!

Noch nie vorher hatte sich Xändi nach einem Trail hingelegt….

In Anbetracht der Teilnehmer wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt. Ich kam zu Andy, Ausbilder von Mondy Mantrailing. Neuer Trainer, sicher andere Anforderungen und Schwerpunkte im Training, ich war sehr gespannt und natürlich auch ein bisschen nervös.

1. Trail am Samstagmorgen

Meine Erfahrung in den Seminaren war immer wieder die Gleiche, niemand will am Anfang als Erstes starten. Da bin ich relativ entspannt und übernehme meistens ohne lange Diskussion, da sind wir Beiden auch immer noch frisch 😎

Länge 1’100 m / 15 Minuten

Das war auch bitter nötig. Xändi arbeitete sehr gut, aber mit der Zeit kam auch immer wieder ein fragender Blick: und, wie weit geht es noch? Ich war auch sehr unsicher, aber Andy bestätigte mir immer wieder, dass alles perfekt sei und meinte auch, dass der Trail nur ca 700 m lang sei.

Die Aufzeichnung der App zeigte aber im Nachhinein auf, dass der Trail doch um einiges länger gewesen war. Andy hatte eine Baustelle an der Birkengasse umgehen müssen, was auf dem Bild sehr gut ersichtlich ist. Xändi war auf jeden Fall geschafft 🫩, hatte jetzt aber bis zum nächsten Trail am Nachmittag genügend Zeit zur Erholung.

«Manöverkritik» nach dem Trail

2. Trail am Samstagnachmittag

Länge 939 m / 12 Minuten

Gut erholt ging es am Nachmittag weiter. Auch dieser Trail war jetzt nicht ganz einfach. Ein Teil ging durch das Zentrum von Buchs SG, es war herrliches Wetter und entsprechend war der Publikumverkehr. Durch dichtes Menschengetümmel mit vielen Gerüchen wie Gegrilltem, Parfüms, Abgaswolken, kein Wunder musste Xändi zwischendurch mal kurz halten und «durchschnaufen», was sich mit intensivem Schütteln zeigt. In diesem Gedränge Fotos zu machen, war schlicht nicht möglich!!

Starten konnten wir ausserhalb des Zentrums und ich staunte, wie gut Xändi trotz des anstrengenden Morgens arbeitete. Nach dem Getümmel im Zentrum ging es wieder in die ruhigeren Gefilde.

Einmal ein kurzes Zögern, was sie mit einer Richtungsbestimmung mittels Kreis um mich löst, dann ging es aber wieder stramm weiter. Ich war mega stolz auf sie und wir bekamen auch ein dickes Lob von Andy 😊.

3. Trail am Sonntagmorgen

Der Blick am Morgen aus dem Fenster verhiess nichts Gutes, es regnete in Strömen und kalt war es auch geworden. Aber es ist wie es ist und kneifen geht nicht.

Andy hatte schon eine schöne Überraschung für uns vorbereitet. Der Trail kreuzte sich an einigen Orten. Nicht ganz so einfach. Zuerst meinte ich, nach dem gestrigen Tag sei dies zu streng für Xändi, doch ich konnte es dann doch nicht lassen, es nahm mich einfach Wunder, wie sie diese Aufgabe lösen würde.

Länge 839 m / 9 Minuten

Der Trail sieht ja ziemlich chaotisch aus und es gibt auch einige Schnittpunkte. Xändi arbeitete den Trail sportlich ab, keinerlei Unsicherheiten, ich war einfach wieder einmal sprachlos über diese Leistung.

Das kühle Wetter kam den Hunden optimal entgegen und alle arbeiteten sehr gut. Am Schluss war die Versteckperson noch in einer ausgedienten Telefonkabine versteckt, da gab es einen kleinen Moment, wo Xändi «studierte»: hähhh, was mach ich jetzt? Da kam ich ihr aber nach der guten Leistung gerne mit meiner Hilfe entgegen!! Wir sind ja schliesslich ein Team!

4. Trail am Sonntagnachmittag

Nach einem kleinen Mittagessen wurde der letzte Trail in Angriff genommen: nur etwas Kleines!!! Tja, Andy war sehr kreativ. «Wir machen ein Ypsilon». Puhh, Xändi hatte so etwas noch nie gemacht, zudem hatte sich auch das Wetter wieder verschlechtert, na ja, da müssen wir durch!

Was muss man sich unter einem Ypsilon vorstellen?

Ablauf des Trail

Da ich ja heute nicht als Erste startete, konnte ich in aller Ruhe die anderen Hunde beobachten, wie sie das Problem lösten. Da gab es von Unsicherheit über wildes Herumsuchen bis sicheres Weiterlaufen alles und das waren zum Teil sehr erfahrene Hunde. Ich war ja gespannt, wie Xändi das lösen würde.

Länge 556 m / 7 Minuten, der Trail war zum Glück nicht ganz so lang

Xändi lief zur ersten Versteckperson ohne spezielle Anzeichen von Unsicherheit. Das war somit für mich nicht ganz einfach, ich wusste ja jetzt effektiv nicht, wo der Schnittpunkt war. Andy kam mir aber zu Hilfe, nicht dass ich den Hund zu früh oder zu spät wieder ansetzte.

Nachdem wir ca. 5 m hinter dem Schnittpunkt angekommen waren, setzte ich sie wieder an und sie marschierte problemlos los. Ohne zu zögern nahm sie die Spur der zweiten Versteckperson auf und kam auch erfolgreich bei dieser an. Andy war tief beeindruckt über ihre Arbeit, es war ja schliesslich das erste Mal, auch ich war begeistert über ihren tollen Einsatz, was habe ich doch für einen tollen Hund!!!!

Alle Teilnehmer waren äusserst zufrieden mit diesem Wochenende und fuhren müde und glücklich mit ihren Vierbeinern nach Hause!!!

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